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Was passiert, wenn Obstbäume nie geschnitten werden

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Bei stark vernachlässigten Hecken bleibt oft nur der stufenweise Rückbau über mehrere Jahre oder der Austausch einzelner Pflanzen. Ein radikaler Schnitt ins alte Holz führt fast immer zum Verlust der Form. Wer die Grenze zwischen grünem und verholztem Gewebe kennt und respektiert, erhält seine Thuja dauerhaft dicht und gesund.

Entscheidend ist die konsequente Nachkontrolle. Nach dem Austrieb zeigt sich, ob das Auge ausgetrieben hat oder ob Ersatz nötig ist. Bleibt der Austrieb aus, muss man im Sommer auf einen Reservetrieb zurückgreifen. Wer den Schnitt nur einmal ausprobiert und dann wieder zum alten Muster wechselt, wird keinen dauerhaften Effekt sehen. Die Rebe braucht mindestens zwei bis drei Jahre, um sich auf die neue Form einzustellen. Wer diese Zeit investiert, erhält einen Stock, der länger gesund bleibt und gleichmäßig trägt.

Beim Formschnitt gilt: nicht in einem Zug durchraten. Wer zu tief ansetzt, entfernt mehr Blattmasse als nötig, und der Kirschlorbeer treibt an unerwünschten Stellen neu aus. Should you loved this information and you would love to receive much more information with regards to http://neubert-Grosse.de/ kindly visit our own web-page. Besser ist es, den Strauch von unten nach oben zu bearbeiten, zuerst die schwachen und überkreuzten Triebe, dann die Außenkontur. Lange Äste werden in zwei Schritten gekürzt: erst ein Stück über der endgültigen Stelle, dann der Feinschnitt. So knickt der Ast nicht ab und die Rinde reißt nicht ein.

Bevor der Häcksler angeworfen wird, sollte das Schnittgut sortiert werden. Dünne Zweige bis etwa vier Zentimeter Durchmesser eignen sich problemlos für die meisten Gartenhäcksler. Dickere Äste müssen entweder mit einer Astschere vorgeschnitten oder für eine längere Trocknung beiseitegelegt werden. Weiches Grün, Laub und krautige Reste lassen sich zwar ebenfalls häckseln, verrotten aber deutlich schneller und sollten deshalb getrennt oder in dünneren Schichten aufgebracht werden.

Ein ungeschnittener Obstbaum trägt anfangs oft reichlich, doch nach einigen Jahren wird die Krone so dicht, dass das Innere kaum noch Licht bekommt. Die Folge: Blätter und Knospen im Schatten sterben ab, die Früchte reifen nur noch außen und bleiben klein. Wer regelmäßig schneidet, hält den Baum gesund und die Ernte gleichmäßig. Der Schnitt ist kein Selbstzweck, sondern eine Maßnahme für Licht, Luft und stabile Äste.

Der entscheidende Vorteil liegt in der Begrenzung des Fruchtholzes. Ein einzelnes Auge treibt zuverlässig aus und bringt je nach Sorte ein bis zwei kräftige Triebe hervor. Dadurch bleibt die Laubwand luftig, die Trauben hängen frei und Fäulnis bekommt weniger Angriffsfläche. Gleichzeitig wird die Rebe nicht erschöpft, weil sie nur eine begrenzte Anzahl an Trauben ernähren muss. Das Resultat sind regelmäßige Erträge statt eines Wechsels aus Vollertrag und Erschöpfung.

Wer den Kirschlorbeer regelmäßig in Form halten will, kommt mit der Handschere ohnehin weiter. Für Triebe bis etwa fingerdick reicht eine Bypass-Schere, also ein Modell mit einer durchgehenden Klinge, die an einer Gegenklinge vorbeigleitet. Amboss-Scheren zerdrücken das Holz und sind nur für totes Geäst sinnvoll. Entscheidend ist die Schärfe: Eine stumpfe Schere reißt genauso wie ein Messer. Wer unsicher ist, prüft die Klinge an einem Stück Küchenpapier. Lässt es sich sauber durchtrennen, ist das Werkzeug bereit.

Ein Messer wirkt auf den ersten Blick praktisch: Es liegt gut in der Hand, ist schnell gezückt und macht optisch einen sauberen Eindruck. Beim Kirschlorbeer täuscht dieser Eindruck. Die Blätter sind ledrig, fest und von einer Wachsschicht überzogen. Ein Messer quetscht und reißt das Gewebe eher, als es zu trennen. Die Schnittstelle franst aus, wird braun und bietet Pilzen und Bakterien eine offene Eintrittspforte. Eine scharfe Handschere arbeitet dagegen mit zwei Klingen, die das Blatt- und Holzgewebe einklemmen und durchtrennen. Das Ergebnis ist eine glatte Wunde, die der Strauch schnell verschließen kann.

Ein typischer Fehler ist der radikale Verjüngungsschnitt im Frühjahr. Viele erwarten, dass die Thuja wie andere Hecken nach einem starken Rückschnitt neu durchtreibt. Das passiert nicht. Besonders problematisch sind Schnitte in den Hauptstamm oder in dicke, unbelaubte Äste. Diese Bereiche bleiben für immer kahl und bieten Krankheiten sowie Schädlingen eine Angriffsfläche. Ein weiterer Fehler ist der Schnitt bei praller Mittagssonne oder bei Frost. Beides stresst die Pflanze zusätzlich und verzögert die Wundheilung.

hq720.jpgLuft und tragfähige Äste Luft Beleuchtung im Wohnzimmer Kroneninneren ist ebenso wichtig wie Licht. Stehende Feuchtigkeit begünstigt Pilzkrankheiten wie Schorf oder Monilia. Ein gut belüfteter Baum trocknet nach Regen und Tau schneller ab. Deshalb schneidet man auch Äste, die eng beieinander stehen und die Luftzirkulation blockieren. Achten Sie darauf, dass die Schnittstellen nicht zu viele auf einmal sind: Ein starker Eingriff schwächt den Baum und öffnet Wunden, die nur langsam verheilen. Besser ist es, über mehrere Jahre hinweg eine lockere Krone aufzubauen.


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